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Der „Umwelt“-Radweg am Flughafen München

Der „Umwelt“-Radweg am Flughafen München published on Keine Kommentare zu Der „Umwelt“-Radweg am Flughafen München

Die Flughafen München GmbH wirbt in einer neuen Umweltaktion mit ihrem Radweg-Guide:

„Erleben Sie bei einer Radtour rund um den Flughafen, welche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt innerhalb aber auch außerhalb des Flughafenzauns ergriffen werden“.

Radweg-Daten: Streckenlänge gesamt: circa 18 km, Dauer: 2-3 Stunden, Anstieg: 72 m, Schwierigkeit: leicht

Die Grafik (Abb. 1) der FMG zeigt den Streckenverlauf, der einmal durch bzw. um das Flughafengelände führt.                                                              An 17 Stationen kann man mittels QR-Code auf den Schildern und Smartphone die entsprechenden Informationen erhalten. Nur zwei Drittel der Stationen weisen auf Umweltthemen hin, wie etwa CO2-Neutralität, Honigmonitoring, Vogelschutzgebiet, Lärmschutz und Luftgüte.

Auf dem 18 km langen Radweg kann man ins Schwitzen kommen und auch etwas außer Atem. Das ist der Grund, warum der BV Freising die Radfahrer informieren möchte, was außer den Informationen und schönen Aussichten noch auf sie zukommen kann.

Wie schon mehrfach  mitgeteilt, werden allein von den Flugzeugen am Flughafen München jeden Tag mehr als  500.000 Liter Kerosin bei Start und Landung sowie auf den Rollbahnen verbrannt – und das ungefiltert! Dabei entstehen große Mengen Abgase und Ultrafeinstaub – etwa 10 Tonnen täglich. Diese Abgaswolke wird mit dem Wind kilometerweit in die Umgebung getragen. Bei einer Umrundung des Flughafens fährt man also auf einem bestimmten Streckenabschnitt, der durchaus ein Drittel des Weges ausmachen kann, durch diese Abgaswolke, die man natürlich kaum bemerkt. Mitunter jedoch ist die Konzentration der ultrafeinen Partikel so extrem hoch, dass der typische Geruch verbrannten Kerosins zu riechen ist.

Zwei Mitglieder des BV Freising, ausgerüstet mit einem UFP-Messgerät und einem GPS, haben den von der FMG beworbenen Umwelt-Radweg freiwillig unter die Räder genommen. Das Gerät zeichnet jede Sekunde die Anzahl der Ultrafeinstaubpartikel pro Kubikzentimeter in der Atemluft auf und gibt zudem die Größe der Partikel an. Da bekannt ist, dass Flugzeugtriebwerke extrem kleine Partikel emittieren, kann man anhand ihres Durchmessers zeigen, ob sie vom Flughafen oder aus anderen Quellen kommen. Der Abwind vom Flughafen ist charakterisiert durch hohe Partikelkonzentrationen bei gleichzeitig geringer Größe der Partikel.

Auf der Abbildung sind die UFP-Konzentrationen entlang des Radweges anhand der Farben kenntlich gemacht. Blau bedeutet wenig UFP in der Luft, braun-rot-violett bedeuten sehr hohe Konzentrationen. Man sieht sehr deutlich, dass der Wind (West Südwest, hellblauer Pfeil) die Luft von der Flughafenfläche, dort wo ständig unzählige ultrafeine Partikel entstehen, nach Osten weht. In dieser Abwindfahne wurden Spitzenwerte von über einer Million Partikel pro Kubikzentimeter Atemluft registriert. Im Normalfall liegt die Hintergrundbelastung abseits des Flughafens bei ca. 2.500 – 4.000 p/cm³). Auf der gesamten Radtour betrug die mittlere Anzahl der Partikel in der Atemluft mehr als 26.000 p/cm³ – im Vergleich also das 6,5 – 10-fache einer vom Flughafen unbelasteter Luft.

Auch anhand der Partikelgröße kann man die Belastung durch den Flugverkehr am Boden demonstrieren. Kleinste Partikel (aus den Triebwerken) erkennt man an den braun-rot-violetten Punkten, während blau-gelb für größere Partikel stehen. Auf der Bundesstraße 301 war reger Autoverkehr, der an den größeren Partikeln zu erkennen ist.

Das Umweltbundesamt ließ bereits mehrfach, zuletzt am 23.8.2019 in Frankfurt, unmissverständlich verlauten, dass ultrafeine Partikel ein Gesundheitsrisiko darstellen; nach dem Vorsorgegrundsatz besteht ein Minimierungsgebot. Hessens Verkehrsminister, Tarek Al-Wazir, hat vor kurzem angekündigt, am Frankfurter Flughafen Minimierungsmaßnahmen zum Schutz von Angestellten und Anwohnern umzusetzen.

Für den BV Freising ist es daher in keinster Weise nachvollziehbar, dass die Flughafen München GmbH das Thema der ultrafeinen Partikel seit Jahren ignoriert. Stattdessen bewirbt die FMG das Gelände des Flughafens als Freizeitpark für Familientage, Kinder-Events, Marathonläufe und Radtouren. Sogar eine Kindertagesstätte mit Freigelände wird genau dort betrieben, wo die Schadstoffbelastungen mit am höchsten sind. Die FMG will damit anscheinend ihr Image aufbessern, – dass die Teilnehmer solcher Veranstaltungen und die Kinder des Kindertagestätte Airport Hopser damit einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt werden, wird dabei offensichtlich billigend in Kauf genommen. Diese Praxis bedarf einer dringenden Korrektur.

 

–> die BVFS Presse Mitteilung 19. September 2019

Presse:

 

„Freising for Future“. Demo vom 1. September 2019 in Freising

„Freising for Future“. Demo vom 1. September 2019 in Freising published on Keine Kommentare zu „Freising for Future“. Demo vom 1. September 2019 in Freising

Ein breites Bündnisses von Umwelt- und Klimaschutzorganisationen aus Freising demonstrierte unter dem Motto „Freising for Future“ am Sonntag für konsequenten Klima-, Natur – und Menschenschutz. Mit dabei AufgeMUCkt und der Bürgerverein Freising. Zum Auftakt machte der AufgeMUCkt-Sprecher Christian Magerl klar, dass Klimaschutz und 3. Startbahn nicht zusammen gehen. Auch die nachfolgenden Beiträge unterstrichen lebhaft die Notwendigkeit des Kampfes für Klimagerechtigkeit. Mehrere hundert  Menschen aller Altersklassen zogen anschließend mit Transparenten und Sprechchören durch die Freisinger Innenstadt und versammelten sich danach zur Schlusskundgebung am Kriegerdenkmal.
Insgesamt eine sehr lebhafte und informative Veranstaltung, mit deren Hilfe die generationenübergreifenden Forderungen nach mehr Klimaschutz auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht wurden.

Presse:

Expertenanhörung UFP Frankfurt August 2019

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Standortbestimmung

Maßgeblich von der BI Mainz erstellt und mit dem BV Freising abgestimmt, fasst die Erkenntnisse aus der Expertenanhörung UFP am 22./23. Aug. 2019 in Frankfurt zusammen. Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus veranstaltete die Konferenz in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Fluglärmkommissionen (ADF) und dem Hessischen Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (HLNUG). Die Standortbestimmung  dient auch gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zu Ultrafeinstaub abzustimmen und zu koordinieren.

Die Flugverkehrsindustrie samt Lobby wollen eine Grenzwertfindung mit allen möglichen Kniffen verzögern, weil ihnen sonst Einschränkungen drohen. Immerhin ist das Thema jetzt virulent, wenn man bedenkt, dass vor eineinhalb Jahren beim 2. UFP-Symposium in Berlin (Feb. 2018)  nur ein einziger Vortrag über UFP-Flugverkehr auf dem Programm stand – und jetzt eine ganze Tagung darüber organisiert worden ist.

Dennoch dürfen wir nicht nachlassen und können dazu auch die aktuelle Klimadebatte nützen, dass Fliegen eben nicht nur die Region mit Schadstoffen belastet, sondern auch global das schädlichste Verkehrsmittel ist.

Standortbestimmung UFP August 2019

 

Studie zu UFP am Flughafen Düsseldorf

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In NRW ist man auf dem richtigen Weg. Anders als in Bayern, hat das dortige Umweltministerium eine Studie zu UFP am Düsseldorfer Flughafen beauftragt. Die Hochschule Düsseldorf bestätigt in ihren Untersuchungen auch die Ergebnisse aus unseren Messreihen.

Auszug aus der Zusammenfassung:

(…)
6 Fazit
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass

  • vom Flughafen Ultrafeine Partikel emittiert werden.
  • die Emissionen mit der Windrichtung in die angrenzenden Bereiche verschleppt wer-den und es dort zu räumlich erhöhten Konzentration an Partikeln kommen kann.
  • die Höhe der Konzentrationen mit der Anzahl der Flugbewegungen korreliert und bei startenden Flugzeugen mehr Partikel freigesetzt werden.
  • die Windstärke einen Einfluss auf die Ausbreitung und die Verdünnung der UFP hat.
  • aufgrund der sich bewegenden Emittenten die Freisetzung der Emissionen örtlich vari-iert.
  • es sich abzeichnet, dass es örtliche Freisetzungsschwerpunkte gibt, welche davon ab-hängen, welche Betriebsrichtung des Flughafens aktiv ist.
  • die Wirbelschleppen der landenden Flugzeuge einen zum Boden hin gerichteten Wind erzeugen, mit welchem die in der Flughöhe freigesetzten Emissionen bis zum Boden hinunter vermischt werden und sich diese Bereiche durch lokale Erhöhungen aus-zeichnen. Auch hier gilt, dass das Windfeld einen Einfluss auf das lokale Auftreten hat.
  • der Flugverkehr als eine Einzelquelle innerhalb des Flughafenbereichs, den größten Anteil der Emissionen ausmacht.
  • zusätzliche Quellen wie die APU, GPU, Logistikverkehr etc. innerhalb des Flughafen-geländes sowie der Straßenverkehr außerhalb des Flughafengeländes zu erhöhten Wer-ten beitragen.
    (…)

Bericht zur Vorstudie „Ultrafeine Partikel im Umfeld des Düsseldorfer Flughafens“ Hochschule Düsseldorf (HSD) Labor für Umweltmesstechnik Prof. Dr. rer. nat. Konradin Weber et al Januar 2019

Presse:

 

 

Fluglärmkommission – Statusbericht Juli 2019

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24. Juli 2019

Im Rahmen der öffentlichen Vorstandssitzung des BV Freising stellt Tobias Eschenbacher (OB Stadt Freising) in seiner Funktion als Vorsitzender der Fluglärmkommission deren Aufgaben vor. Weiterhin erläutert er die seit langem überfällige Novellierung des Lärmschutzgesetzes.

 –>zur Präsentation Lärmschutzkommission

Das vorangegangene Pressegespräch des BV Freising beleuchtet die vom Umweltministerium festgelegten Messstandorte für UFP kritisch. Die für UFP-Monitoring vorgesehenen 1,4 Mio. Euro werden also nicht für Messungen am Flughafen verwendet, sondern im städtischen Umfeld von  Augsburg und Regensburg. Obwohl Flughäfen die größten UFP-Quellen einer Region sind, wird lieber in weniger kritischen Bereichen gemessen. Unsere Messungen wie auch eine aktuelle Studie aus Düsseldorf belegen dies deutlich, ebenso dass die Emissionen mit dem Wind kilometerweit vertragen werden und dass UFP gesundheitsschädlich sind.

–> zur BV Freising Presseerklärung 24. Juli 2019

In der Presse:

 

Infostand BV Freising

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06.  Juli 2019 am Kriegerdenkmal/Freising

Im Vorfeld der Veranstaltung mit Frau Prof. Dr. Annette Peters am kommenden Donnerstag den 11. Juli um 18:30 im Grünen Hof in Freising informierte der BV Freising die Freisinger Bürger an seinem Infostand am Kriegerdenkmal über die Problematik ultrafeiner Partikel die in großen Mengen von den rollenden Flugzeugen ausgestoßen und mit dem Wind ins Umland verfrachtet werden.

Einladung Vortrag: „Die Wirkung von Fein- und Ultrafeinstaub auf die menschliche Gesundheit“

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Der Bürgerverein Freising lädt alle Interessierten ein zu einem aktuellen Vortrag von

Frau Prof. Dr. Annette Peters
Donnerstag, 11. Juli 2019      18:30 Uhr
im Grünen Hof in Freising

  „Die Wirkung von Fein- und Ultrafeinstaub auf die menschliche Gesundheit“

OB Tobias Eschenbacher wird die renommierte Referentin vom Helmholtz-Zentrum München begrüßen und eine Einführung zu dem brisanten Thema geben, das alle Menschen der Flughafenregion besonders betrifft. Luftschadstoffe haben vielfältige Quellen und beeinträchtigen die Gesundheit. Insbesondere der Feinstaub und Ultrafeinstaub wirken über viele Wege auf den Körper. Sie sind ein komplexes Gemisch und für die Wirkung ist die Größe der Partikel entscheidend.

 

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