Liebe Mitglieder und Unterstützer des Bürgervereins Freising,
auch das vergangene Jahr war wieder geprägt vom Abwehrkampf gegen die 3. Startbahn und gegen die Gesundheitsrisiken die vom Flughafen ünchen durch Lärm und Schadstoffe ausgehen. Wie wir alle mittlerweile erfahren mussten und gerichtlich festgestellt, konnte die FMG das Vorhaben 3. Startbahn von der Öffentlichkeit unbemerkt weiterbetreiben, ohne dass
die verantwortlichen Politiker eingegriffen hätten. Ob dies letztlich den Täuschungsmanövern der FMG geschuldet ist oder mit Wissen der verantwortlichen Politik so umgesetzt wurde, Klarheit würden hier wohl nur die nicht geschwärzten Protokolle der Gesellschafterbesprechungen bringen. Gegen die Nichtzulassung zur Revision wurde jedenfalls Beschwerde eingereicht. Das Gericht ist der FMG einmal mehr entgegengekommen und hat ihr eine Fristverlängerung bis zum 12. Januar zur Erwiderung auf die Klägerbeschwerden gewährt.
Gespannt schauen wir in diesem Zusammenhang auf das Jahr 2026.
Auch wenn manchmal der Eindruck entsteht, dass sich wenig oder nichts bewegt, so gab es 2025 doch einige wichtige Entscheidungen und Entwicklungen, die Hoffnung geben, dass wir unserem Ziel „bessere Luft – weniger Lärm“ näherkommen, wenn auch in kleinen Schritten,
wie folgende Beispiele zeigen:
- Endlich Messungen von ultrafeinen Partikeln an Flughäfen: Die neue EU-Richtlinie verpflichtet ab dem 1.1.2027 zur Messung von UFP an Hotspots in den Hauptwindrichtungen, wobei Flughäfen explizit genannt werden. Dies ist ein wichtiger Fortschritt. Die bisherigen Messstationen des Umweltministeriums in Freising und Hallbergmoos stehen seitlich der Bahnen und entsprechen damit nicht den EU-Richtlinien.
- Erfolge in der Fluglärmkommission München: Die Anträge der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) wurden mit großer Mehrheit angenommen:
- o Einsatz von schwefelarmem Kerosin.
- o Durchführung einer Machbarkeitsstudie für TaxiBots.
- o Überarbeitung der 25 Jahre alten Nachtflugregelung mit dem Ziel: keine Flüge von 22-6 Uhr.
- Anerkennung der Belastungen durch Triebwerksabgase/UFP: Die gesundheitlichen Risiken und hohen UFP-Belastungen an Flughäfen werden weltweit nicht mehr in Frage gestellt: Dies führt zu einem erhöhten Druck auf die Flughäfen und politisch Verantwort-
lichen, endlich Maßnahmen zu ergreifen. An Flughäfen wie Schiphol, New Delhi, Brüssel und anderen ist man bereits dabei, Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen umzusetzen. - Streichung der 3. Bahn in Wien: Gestiegene Baukosten und größere Flugzeuge machen eine 3. Bahn in Wien überflüssig – übertragbar sicher so auch auf München.
- Einsatz von 3 TaxiBots in Frankfurt: Lufthansa erwartete Einsparungen von 2.700 t CO2 jährlich. Ein Schritt in die richtige Richtung für mehr Gesundheits- und Umweltschutz! Übertragbar sicher so auch auf München.


